Wochenende in Bildern 22-23.09.2018

Hallo ihr Lieben! Wie war euer Wochenende? Unseres war herrlich ruhig und entspannt und trotzdem schnell vorbei.

Der Samstag morgen begann wie üblich relativ früh. Das bedeutet für die Frühaufsteher eine ganz schön lange Zeit bis zum gemeinsamen Frühstück. Mit Rosinen lässt sich das Loch im Bauch zum Glück erstmal stopfen und so die Zeit überbrücken. Danach hieß es für mich erstmal arbeiten und den Rest der Bande sich selbst überlassen.

Der Nachmittag war gefühlt der erste seit langen, an dem wir einfach mal nichts vor hatten, keiner von uns irgendwohin mussten oder Besuch erwartetet wurde. Arbeiten war ich ja schon und so hatten wir einfach nur Zeit. Zeit für dringend notwendige Reperaturarbeiten, zum gemütlich Kaffeetrinken und zum überlegen was wir an diesem Samstag noch so machen könnten ohne es wirklich machen zu müssen.

Während sich die Kinder wunderbar entspannt beschäftigten, beschließen wir Erwachsenen uns und die Kinder aufzuteilen. Ab und zu genießen das alle. Einmal Zeit nur mit dem einen Elternteil verbringen. Etwas machen was mit dem anderen Elternteil vielleicht nicht so ohne weiteres möglich wäre. Die ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen ist eine wunderbare Sache. Nicht nur für die Kinder.

Ich mache mich mit dem Kleinen auf den Weg ins Dorf. Ohne ein Ziel, ohne zeitliche Begrenzung, ohne Rucksack einfach loslaufen. Zuerst füttern wir Nachbars Schafe und bewundern die Maschinen auf der Dorfwiese.

Wie so oft führt uns unser Weg vorbei an dem Spielplatz. Hier sind wir zwar allein, aber lassen uns nicht weiter davon stören. Im Gegenteil genieße ich es allein mit dem Kleinen zu sein.

Oft fühle ich mich getrieben. Ich will Zeit mit den Kindern verbringen, muss aber noch auf Arbeit oder schon wieder das Abendessen vorbereiten oder noch schnell Wäsche aufhängen, oder oder oder. In Gedanken bin ich oftmals auch wo anders. Mach mir Sorgen, Gedanken (z.B. Zu meinem Blog hier, oder über die Schule oder was weis ich) plane schon wieder das nächste und bin nicht 100%ig bei den Kindern. Das ärgert mich. Heute ist das völlig anders und mir ist es auch gerade bewusst. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ein für mich “Stressmacher” ein seltenes aber sehr willkommenes Gefühl.

Irgendwann ziehen wir weiter, sammeln Kastanien und lassen Knallerbsen explodieren.

Das Dorfleben ist einfach wunderbar. Nicht weit von der eigenen Haustür ist die Natur. Tiere, Wald, ruhige Wege, Freunde. Wir kommen vorbei an Kindern die Drachensteigen und schauen eine Weile fasziniert zu. Dann flitzen wir weiter vorbei an den wunderschönen Pfaffenhütchen und Schlehengebüschen und machen sogar noch spontan bei Freunden von uns einen Zwischenstopp.

Als wir wieder zu Hause sind ist es schon spät und wir müssen das Abendessen vorbereiten. Ein Segen, dass wir einen großen Teil davon einfach aus dem Garten mitnehmen können. Gesünder und frischer geht es nicht.

Die Reste vom Mittagessen werden heute einfach aufgewärmt und ich mache dazu einen frischen Salat. So entsteht relativ schnell ein leckeres Abendessen.

Kaum machen wir Sonntagmorgen die Augen, mehr oder weniger freiwillig, auf, wird schon wieder schwer gearbeitet. Das Gemüse muss vom Traktor transportiert werden und das Frühstück für den Rest der Familie vorbereitet werden.

Normalerweise mache ich mich nach der ersten Raubtierfütterung auf den Weg zum Pferd. Heute verzichte ich darauf, denn es ist Erntedankfest. Trotz der extremen Hitze und Trockenheit hatten wir eine gute Ernte und ich bin wirklich dankbar dafür. Das Gemüse aus dem Garten schmeckt einfach unvergleichlich. Ich finde Dankbarkeit wichtig und auch wohltuend für die Seele oder das Bewusstsein. Wer dankbar sein kann, ist, denke ich, auch eher zufrieden. Ich finde so ein Familiengottesdienst zu diesem Anlass ist eine schöne Gelegenheit sich und der Familie mal wieder bewusst zu machen wie dankbar wir für viele Dinge sein können.

Noch mit einem Lied vom Erntedank auf den Lippen gehe ich in den Keller und bediene mich an den eingelagerten Kartoffeln und Roten Rüben. Einfach so aus der Fülle schöpfen ist ein Privileg und ich bin unendlich glücklich und dankbar dafür. Dieses Glück auf so gutes Essen zurückgreifen zu können und meine Kinder mit dem Wissen aufwachsen zu sehen wie eine Kartoffel auf den Teller gekommen ist. Etwas selbst geerntetes schmeckt ja auch viel besser. Besonders die Kinder essen Gemüse das sie mit eigener Kraft aus dem Boden ziehen oder abpflücken viel eher wie gekauftes.

In der Mittagspause gönne ich mir eine gemütliche Leserunde und tauche in meine Geschichte ein. Sonntagsgefühle 🙂

Nachdem alle erholt sind, jeder auf seine Weise, machen wir uns auf den Weg zur Uroma. Hier genießen wir nicht nur die Leckereien sondern eben auch die kostbare Zeit zusammen.

So schnell ist schon wieder Abend und obwohl heute Ruhetag ist, muss noch schnell die Wäsche aufgehangen werden, damit wir nächste Woche was zum anziehen haben.  Einfach eine von vielen Notwendigkeiten im wunderbaren turbulenten Familienalltag.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche!

Eure Mama Mude

Wie andere Familien Ihr Wochenende verbracht haben, kannst du dir hier in diesem Blog anschauen: Geborgen Wachsen

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