Dankbarkeit – Teil eines gesunden Bewusstseins

Das Bewusstsein ist eine der 5 Säulen der Gesundheit. Um unser Bewusstsein kümmern wir uns oftmals viel zu selten oder gar nicht und doch macht es auf Dauer krank, wenn diese Säule der Gesundheit aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Dankbarkeit

Ein Teil des Bewusstseins ist die Dankbarkeit. Machst du dir manchmal Gedanken darüber für was du dankbar sein kannst? Ist dein Glas eher halb leer als halb voll? Hast du manchmal Tage an denen einfach nichts so läuft wie es soll? In diesen Situationen kann Dankbarkeit sehr heilsam sein.

Selbst in den schlimmsten Situationen, kann man, wenn man “geübt” ist, etwas finden, wofür man dankbar ist. Solche Gedanken können einen wirklich wieder aufrichten, wenn “die Kacke mal so richtig am dampfen” ist.

Rituale

Es braucht am Besten Rituale, die in den Alltag integriert werden können, um sich ein Bewusstsein der Dankbarkeit zu schaffen. Wie oft wird uns suggeriert man müsse mehr haben, besser sein, leistungsfähiger sein, mehr Umsatz schaffen, mehr, mehr, mehr… Aber haben wir nicht auch schon viel?

Das heißt nicht, dass man sich nicht bemühen sollte besser zu werden oder erfolgreicher oder sportlicher oder oder oder. Ich finde vielmehr die Dankbarkeit für sich zu entdecken, entstresst alle Bemühungen sich weiter zu entwickeln. Rückschläge können besser verkraftet werden und es rückt die verschiedenen Prioritäten ins rechte Licht.

Seele aus dem Gleichgewicht

Wie viele Frauen und besondern die Mamas müssen sich oft zerteilen. Auf Arbeit sollen sie viel leisten, die Kinder gut erziehen, für die Kinder da sein, attraktiv für den Partner bleiben, eventuell auch schon die Eltern unterstützen und irgendwie sich auch noch sich selbst verwirklichen. Es entsteht schnell das Gefühl nichts und niemanden gerecht zu werden. Weder den Kindern noch dem Partner noch sich selbst. Abends fällt man ins Bett und die Gedanken kreisen um all die Dinge die noch nicht geschafft sind, die heute schlecht liefen, was man doch viel lieber hätte…Ganz schnell gerät die Seele und somit die Säule des Bewusstsein aus dem Gleichgewicht.

Sehr hilfreich ist da die Dankbarkeit zu entdecken. Mir jedenfalls hat es in sooo vielen Situationen schon geholfen. Krankheit, Verlust, Ängste, Sorgen, Verzweiflung – all diese Gefühle haben mich zeitweise fast überrollt. Seit vielen Jahren habe ich mir angewöhnt wenigstens abends zu danken. Ich bete selbst und auch mit meinen Kindern und finde jeden Tag etwas für was ich und die Kinder dankbar sind. An manchen Tagen mehr an anderen weniger, aber immer etwas und oft sehr viel. Es entsteht einfach ein gutes Grundgefühl .

Einschlafritual

Dr. Stöcher hat in seinen Vorlesungen auch immer wieder betont, wie wichtig es ist abends mit dem Gedanken der Dankbarkeit einzuschlafen. Dafür muss man nicht beten oder gläubig sein. Es reicht für sich bewusst zu machen, für was ich am heutigen Tag dankbar bin.

Das Unterbewusst sein ist kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen am empfänglichsten für Gedanken und Gefühle. Schlafe ich mit dem Gedanken der Dankbarkeit ein, werde ich auch ein besseres Grundgefühl haben.

Sicher erfordert es etwas Übung die Dankbarkeit in sein Leben zu integrieren, aber ich finde es lohnt sich und man wird insgesamt zufriedener. Auch ein Teil der Burnout-Prävention.

Die Geschichte einer alten weisen Frau und die Glücksbohnen

Zu einer Mutter-Kind-Kur erzählte eine Frau uns eine schöne Geschichte:

Eine sehr alte, weise Frau verließ ihr Haus nie, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken.
Sie tat dies nicht, um unterwegs die Bohnen zu kauen.

Nein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.

Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreut, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Manchmal waren es auch zwei oder drei Bohnen, die auf einmal den Platz wechselten.

Abends saß die weise Frau zu Hause am Kamin und zählte die Glücksbohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war, und freute sich darüber.

Sogar an den Abenden, an denen sie nur eine einzige Bohne zählte, war jeder Tag für sie ein glücklicher Tag – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.

-Verfasser unbekannt-

Wir haben damals auch eine Hand voll Bohnen bekommen. Diese Bohnen habe ich immer noch auf meinem Schreibtisch liegen und erinnern mich täglich daran dankbar zu sein.

Wie ergeht es euch? Fällt es euch schwer etwas zu finden für was ihr dankbar seid? Vielleicht macht ihr es mal eine Zeit lang wie diese alte Frau?

Wofür ich dankbar bin

Ich jedenfalls bin EUCH liebe Leser unendlich dankbar!! Ihr motiviert mich meinen Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden kontinuierlich weiter zu gehen und Neues zu testen. Natürlich tue ich das was ich tue allein für mich. Ich will noch lange leistungsfähig bleiben, mich um meine Kinder kümmern können, Abenteuer mit ihnen erleben, unliebsame Hausaufgaben machen, mein Leben selbst bestimmen. Aber manchmal fällt es schwer konsequent zu bleiben. Angesichts von Sahnetorten und anderen Verlockungen bei Geburtstagen, Firmenfeiern oder einfachen Restaurantbesuchen fällt es manchmal schwer seiner Sache treu zu bleiben. Es gibt noch so viele andere Situationen wo ich mich disziplinieren muss. Ihr liebe Leser helft mir ungemein mich selbst zu motivieren. Schließlich will ich nicht irgendetwas schreiben, wovon ich nicht überzeugt bin und was ich selbst nicht umsetzte. Wie kann ich euch auffordern etwas zu ändern, wenn ich es selbst nicht schaffe? Also danke nochmal an Euch, meine lieben Leser!!!

Ich wünsche euch viele gute Gedanken und Durchhaltevermögen abends den Gedanken der Dankbarkeit in euer Einschlafritual zu integrieren.

Eure Mama Mude

 

 

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