Autoimmunerkrankungen

Heute widme ich mich mal einem etwas schwierigeren Thema. Seit längerem beschäftige ich mich mit dem Thema Autoimmunerkrankung, denn immer mehr Menschen leiden an eben diesen. Nicht nur ältere sondern eben auch immer jüngere Menschen müssen sich damit auseinandersetzten und ihren Alltag damit unter erschwerten Bedingungen meistern. Die Schulmedizin nennt diese Krankheiten unheilbar und bietet, wenn man Glück hat, oft nur symptomlindernde Medikamente. Vielen Patienten ist dabei gar nicht klar, dass sie selbst viel dazu beitragen können, dass es ihnen besser geht. Selbst wenn man nicht geheilt werden kann in dem Sinne, so macht es doch einen riesigen Unterschied wie man damit umgeht und ob man selbst etwas dazu beitragen kann um sich besser zu fühlen – und sei es nur ein klein wenig…

Es gibt viele tolle Bücher zu dem Thema, die die Krankheitsentstehung mal von einer ganz anderen Seite beleuchten und so verständlich machen, warum ein Körper so aus dem Gleichgewicht kommen kann, dass er sich in einer Autoimmunreaktion wiederfindet. Eines dieser Bücher ist das Buch “Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln” von Dr. Susan Blum.

Letztens war ich Teilnehmer bei verschiedenen Online- Kongressen zum Thema Autoimmunerkrankungen und konnte dort nochmal Zusammenhänge besser begreifen. Es ist erstaunlich was es für relativ unbekannte Studien, gut informierte Ärzte und auch Autodidakten (meist Betroffene die für sich einen guten Weg gefunden haben)  gibt.

Versteht man die Ursachen besser, dann kann man auch eher etwas dazu beitragen, um neben der schulmedizinischen Betreuung Linderung, Besserung oder sogar einen Stillstand der Erkrankung zu erreichen. Denn letztendlich ist man ja selbst für seinen Körper verantwortlich – keiner kann einen gesund machen, mann muss sich selbst auf den Weg begeben und neben der Unterstützung durch Ärzte, Heilpraktiker oder anderweitige Beratungsstellen, die Dinge selbst in die Hand nehmen und etwas tun.

Grundlagen von Autoimmunerkrankungen

Hashimoto, Colitis ulcerosa, Morbus Cron, Rheuma, Fibromyalgie, Psoriasis, Multiple Sklerose  sind wohl die bekanntesten unter den Autoimmunkrankheiten, aber es gibt noch unendlich viele mehr. Was diese Art der Erkrankungen gemeinsam haben ist, dass es sich in irgendeiner Art um Entzündungen handelt und Entzündungen sind behandelbar und mit dem Lebensstil eindämmbar. Schon zerstörtes Gewebe ist leider nicht oder nur schwer regenerierbar, aber es ist ja schon viel gewonnen, wenn nicht mehr “kaputt” geht. Jede dieser Erkrankung hat bei jedem Menschen seine individuellen Auslöser, aber die Grundlage ist letztendlich gleich – Entzündungen.

Ich bin überzeugt, dass der Körper nicht umsonst aus dem Takt gerät. An und für sich will er ja gesund sein und tut alles dafür um es zu bleiben. Entzündungen sind per se auch nicht schlecht, denn sie entstehen überall dort, wo etwas im Körper repariert werden muss. Eigentlich eine gute Erfindung. In den Naturvölkern z.B. soll es keine Autoimmunerkrankungen geben, solange sie sich ihren natürlichen Lebensstil erhalten – das gibt einen zu denken.

Fasstheorie

Es existiert eine sogenannte Fasstheorie, die auf viele Lebensbereiche anwendbar ist und die für mich sehr logisch ist. Der Körper als “Fass” kann solange “Schlechtes” puffern bis das Fass eben voll ist. Der eine hat ein größeres und der andere ein kleineres Fass. Weswegen eben der eine früher erkrankt bzw. aus dem gesundheitlichen Gleichgewicht kommt und ein anderer trotz ungesundem Lebensstil scheinbar ewig gesund bleibt. Klar das ist in keiner Weise medizinisch korrekt oder wissenschaftliche Theorie. Für meinen Kopf ist es aber ein super Bild um so eine Situation in irgendeiner Weise zu erfassen.

Auslöser von Autoimmunerkrankungen

Oft sind es schwerwiegende Lebensereignisse die psychosomatischen Einfluss nehmen, die den 1. Schub einer solchen Krankheit auslösen. Es soll nach den Aussagen vieler Autoren und Referenten des Onlinekongresses viele verschiedene Trigger (auslösende Faktoren) für das Ausbrechen einer Autoimmunerkrankung geben. Stress, Toxine, Übergewicht, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, schlechte Ernährung, Nährstoff- und auch Bewegungsmangel sind genauso ein Thema wie unterschiedlichste negative Umwelteinflüsse. Für jeden treffen andere dieser Faktoren zu und diese gilt es zu finden und zu verbessern. Das ist was man selbst tun kann und was einem auch keiner abnehmen kann. Das gute an der Sache ist, dass eine Verbesserung dieser Komponenten keine Neben- oder Wechselwirkungen mit Medikamenten haben kann, sondern maximal zu einer Verbesserung des Allgemeinzustandes beitragen kann.

Behandlungsbausteine

In den angehörten Vorträgen und gelesenen Büchern werden viele Behandlungsbausteine diskutiert.

  1. Behandlungsbaustein: Selbstverständlich die ärztliche Behandlung. Auch die funktionelle Medizin und die mitochondriale Medizin versprechen Ansatzpunkte zur Besserung.
  2. Behandlungsbaustein: Ernährung – hierauf haben wir selbst natürlich einen riesigen Einfluss und es gibt verschiedene Ernährungsformen, bei denen Betroffene von extremen Verbesserungen ihrer Symptome berichten.
  3. Behandlungsbaustein: Vitalstoffmängel beheben
  4. Behandlungsbaustein: Darmgesundheit verbessern
  5. Behandlungsbaustein: Stressbewältigung optimieren
  6. Behandlungsbaustein: Bewegung
  7. Behandlungsbaustein: Licht
  8. Behandlungsbaustein: Schlaf
  9. Behandlungsbaustein: Alltagsgifte meiden
  10. Behandlungsbaustein: Entgiftung
  11. Behandlungsbaustein: Persönlichkeitsentwicklung

Man sieht vieles Punkte über die ich schon das eine oder andere berichtet habe, denn das Meiste betrifft den gesunden Lebensstil. Jeder muss natürlich seinen eigenen Weg finden, aber dennoch finde ich es wunderbar, was es alles für Stellschrauben gibt, an denen man selbst drehen kann um seinen Weg zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit zu finden.

Gene spielen als Auslöser für Autoimmunerkrankungen oder auch andere chronische Krankheiten nur eine ganz geringe Rolle. Ob diese Gene aktiv werden oder nicht. hängt wesentlich vom eigenen Lebensstil ab (Epigenetik).

In diesem Sinne wünsche ich Betroffenen (mit der Unterstützung von Ärtzten und Therapeuten), dass sie selbst wider ihr Leben in die Hand nehmen und die Kraft finden, die Dinge die sie selbst beeinflussen können auch zu versuchen. Geduld und Durchhaltevermögen und ein Faible für Detektivarbeit sind dabei sehr hilfreich 😉 .

Eure Mama Mude

 

 

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