Buch “Fit vegan” von Karl Ess

Heute will ich euch mal ein, wie ich finde, gutes Buch zum Thema vegane Ernährung vorstellen. Das Buch “Fit vegan” von Karl Ess (ISBN 978-3-8419-0492-8) hab ich letztens bei uns in der Bibliothek entdeckt und möchte euch hier kurz erklären, warum mir das Buch gefiel.

Karl Ess ist veganer Bodybilder und zeigt, das man auch vegan ohne Tonnen von Eiern und Bergen von Fleisch Muskelaufbau betreiben kann. Nicht dass mir dieser Sport sehr am Herzen liegen würde, aber die Vorstellung vieler Menschen man brauche um Muskeln aufbauen zu können und auch sonst überhaupt unbedingt tierisches Eiweiß wiederlegt Karl Ess ganz einfach durch seinen Lebensstil und gute Argumente.

Interessant ist auch seine Beschreibung wie sein Lebensstil als Bodybilder VOR der Ernährungsumstellung aussah und wie sein Energielevel damals so war.

Ich finde das Buch sehr lesenswert, weil hier erstmal mit vielen Ernährungsirrtümern aufgeräumt wir, die Beweggründe für die vegane Ernährung beschrieben werden, ohne andere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu verteufeln. Im Gegentei, Karl Ess schreibt, dass er (abgesehen vom Bücherschreiben 😉 ) mit seinen Essgewohnheiten nicht auf Missionarstour geht. Gerade wenn man gesunde Lebensweisen für sich entdeckt und frisch zum Veganer oder Vegetarier wird, dreht sich oft alles um das Thema und kann dem Umfeld ganz schön auf die Nerven gehen. Viel effektiver ist es, einfach das zu tun was man für richtig erachtet und die Dinge vorzuleben ohne sich nur darüber zu identifizieren. Dieser Grundgedanke macht mir den Autor einfach sympatisch.

Vorteile veganer Ernährung

Die Vorteile  vegane Ernährung werden gut und auch wissenschaftlich belegt:

  • Tierische Produkte enthalten keine darmgesunden Ballaststoffe und keine Kohlenhydrate, dem Lieblingstreibstoff unseres Gehirns und der Muskeln.
  • Eiweiße aus tierischen Produkten sind krebsfördernd (gute Argumente dazu liefert die “China Study”
  • Pflanzliche Produkte enthalten reichlich Ballaststoffe, gute Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, bioaktive zellschützende Pflanzenstoffe, lebenswichtige Fettsäuren, wertvolles pflanzliches Eiweiß. Alle wichtigen Bestandteile die dein Körper zugeführt weren müssen, bekommen wir von Pflanzen. Einzige Ausnahme ist das Vitamin B12, was gegebenenfalls supplementiert werden muss. Wobei Dr. Bruker der Meinung ist, dass Menschen mit einem gesunden Darm und einer Vitalstoffreichen Ernährung (mit Vollkornprod. und Frischkornbrei) keinen Mangel daran leiden.Deren Darmbakterien würden das Vitamin B12 selbst herstellen und bei einer solchen, tiereiweisarmen Ernährung sei der Bedarf auch sehr viel geringer.

 

Warum Veganer werden

Die Frage  warum Vegan werden wird mit folgenden Argumenten beantwortet:

1. Grund :

Vegan macht stark und fit und gibt viel Energie

Herzkreislauferkrankungen werden stark durch tierische Eiweiße gefördert. Darauf zu verzichten hilft dem vorzubeugen und kann sogar schon entstandene Beeinträchtigungen rückgängig machen.

Auch viele andere sogenannte Zivilisationskrankheiten gehen mit einem hohen Konsum von tiereischem Eiweiß einher. Hier werden die Zusammenhänge gut erklärt. Gerade auch bei dem Schreckgespenst Krebs was immer mehr um sich greift (zumindest habe ich das Gefühl) ist die beste Vorsorge auf tierisches Eiweis so weit wie möglich zu verzichten. Sogar wer schon Krebs hat, kann dessen Wachstum dadurch verhindern. Wobei ich es wichtig finde hier nicht den Zucker zu vergessen.

Klar wer sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, denkt sich “was um alles in der Welt soll ich denn da noch essen???????????” Aber so schlimm ist das gar nicht.

Hier in dem Buch gibt es viele leckere, einfach zu kochende und schmackhafte Rezeptvorschläge. Einige davon habe ich etwas abgewandelt und als Inspiration für die nächsten Rezepte hier auf dem Blog genutzt.

Als Bodybilder und Sportler ist natürlich auch das Thema Bewegung ein Teil dieses Buches. Dessen Vorteile unleugbar wichtig für eine gesunde Lebensweise sind.

2. Grund..

…  vegan zu werden ist das tierische Leid, was mit unseren “Luxusleben” von immer vollen Tellern mit Fleisch, Wurst und Eiern einhergeht. Hier wird einem nochmal vor Augen geführt was da so vor sich geht.

3. Grund

die Umweltbelastungen, die durch den extreme Fleischkonsum entstehen. Hier werden auch nochmal die Zusammenhänge angerissen.

Mythen veganer Ernährung

Einige Mythen und Vorurteilen zur veganen Ernährung wird hier erstmal die Luft rausgenommen und sachlich dazu argumentiert:

  • man bekäme nicht genug Eiweiß
  • pflanzliche Eiweiße sind keine vollkommenen Eiweiße und deshalb nicht ausreichend
  • Kohlenhydrate machen dick
  • man bekommt ohne Milch nicht genug Eiweiß
  • man bekommt nicht genug Fette vor allem zu wenig Omega 3 Fettsäuren (ohne Fisch)
  • es fehlen essentielle Nährstoffe
  • du hast viel zu wenig Energie ohne Fleisch
  • pflanzliche Ernährung sei schlecht für Kinder und Schwangere
  • “echte Männer essen keine Pflanzen 😉
  • es macht keinen Spaß sich vegan zu ernähren
  • Kohlenhydrate verursachen doch Diabetes und als veganer isst man doch viel zu viele davon !?
  • vegan ist kostenspielig und kompliziert
  • pflanzliche Ernährung sei einseitig

Nach dem mit diesen Vorurteieln aufgeräumt wurde geht es an die Umstellung. Du erfährst wie du die Sache angehen kannst und kannst dich sogar an eine 3 Wochenplan orientieren. Das fazit von karl Ess dabei ist: Lass dir Zeit mit der Umstellung! Erwarte keine Wunder. Sei auf Umstellungsprobleme vorbereitet!

Nährstofftabellen

Die Ausführungen werden durch Tabellen begleitet, in denen die Nährstoffe in den verschiedenen Nahrungsmitteln aufgelistet werden. Ich finde so verliert man die Angst nicht alle Nährstoffe zu bekommen die man braucht. Einfach bunt und abwechslungsreich mit verschiedensten Gemüsen und Obst experimentieren und essen, dann ist ein Mangel wirklich unwahrscheinlich.

Sehr schön anschaulich ist der abgebildete Ernährungsteller. Das ist finde ich sehr viel anschaulicher wie Ernährungspyramiden und theoretisch auch so besser umsetzbar, weil man das Idealbild vor Augen hat.

Es gibt auch eine Aufstellung an Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Textielien und Kosmetika nicht veganen Ursprungs für alle die wirklich bis ins letzte konsequent auf tierische Produkte verzichten möchten.

Abschluss

Den Abschluss des Buches bildet der 3-Wochenplan zur Umstellung und ein kleiner Rezeptteil.

Der Leser wird dann mit weiteren Buchempfehlungen und einigen Tips für einen gesunden Lebenstiel entlassen und dem letzten Kapitel “wie geht es jetzt weiter” in die Welt entlassen. Es bleibt ein wirklich positives Gefühl und ich finde auch eine große Motivation ein Stück Richtung weniger tierisches Eiweiß zu gehen.

weitere Buchempfehlungen

Zwei weitere gute Bücher zu dem Thema und auch Empfehlungen von Karl Ess sind “China Study” von Campel  und “Peace Food” von Rüdiger Dalke. Ersteres liefert eine gute wissenschaftliche Grundlage zu veganer Ernährung, denn es ist die größte Studie zum Thema. Das zweite Buch geht auf einen ganz anderen Aspekt veganer Lebensweise ein. Neben den z.T. schon genannten positiven Effekten veganer Ernährung auf unsere Gesundheit, sieht er dass wir mit der tierischen Nahrung auch zuviel Totes und unsägliches Leid aufnehmen. Die negativen Auswirkungen auf Körper und Seele sind dann Thema genauso wie Lösung. Der Weg zu körperlicher und seelischer Balance.

Drei sehr lesenswerte Bücher wenn man sich mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandersetzten möchte. Ich für meinen Teil achte jetzt nachdem ich die Bücher überflogen habe, wieder stärker darauf so oft wie möglich auf jegliches tierisches Eiweiß zu verzichten und es bekommt mir wirklich gut.

Viel Spaß beim drin schmökern!

Eure Mama Mude

P.S. leider finde ich das Buch nicht mehr bei Amazon und kann es euch nicht verlinken. Vielleicht findet ihr das Buch auch in einer Bibliothek oder in einem gut sortierten Buchladen oder eben Antiquarisch. Keine Ahnung warum die das rausgenommen haben.

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